Zuletzt aktualisiert am 14.01.2026
Ein Wireless Local Area Network (WLAN) ermöglicht die kabellose Datenübertragung per Funk zwischen verschiedenen Geräten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie WLAN funktioniert, wo es eingesetzt wird und welche grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen dabei wichtig sind.
WLAN ist die Abkürzung für „Wireless Local Area Network“ und bezeichnet ein drahtloses, lokal begrenztes Netzwerk. Im Gegensatz zu einer kabelgebundenen LAN-Verbindung werden Daten hierbei nicht über Leitungen, sondern drahtlos per Funk übertragen. Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Laptops oder IoT-Geräte kommunizieren über Funkwellen mit dem Netzwerk.
Die drahtlose Internetverbindung eignet sich nicht nur für private Heimnetzwerke, sondern auch als sinnvolle Ergänzung kabelgebundener Unternehmensnetzwerke. WLAN kann beispielsweise eine LAN-Verbindung per Ethernet dort erweitern, wo eine feste Verkabelung nicht möglich oder wirtschaftlich sinnvoll ist.
Darüber hinaus erleichtert WLAN das mobile Arbeiten: Über öffentliche Netzwerke können Mitarbeitende etwa im Zug oder unterwegs auf das Internet zugreifen und produktiv bleiben. Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz Ihrer Unternehmensdaten sollten sensible Anwendungen in öffentlichen WLANs jedoch nur über ein VPN genutzt werden.
Für eine stabile WLAN-Verbindung in Ihren Geschäftsräumen müssen mehrere Komponenten zusammenspielen. Voraussetzung ist zunächst ein geeigneter Internetanschluss, etwa über DSL oder Glasfaser.
Zentrale Komponente des drahtlosen Netzwerks ist der WLAN-Router. Er fungiert als sogenannter Wireless Access Point (WAP): Die Internetdaten werden über den kabelgebundenen Anschluss empfangen, verarbeitet und anschließend per Funkwellen an die im WLAN eingebundenen Endgeräte übertragen. Die Funkübertragung erreicht unter idealen Bedingungen eine Reichweite von bis zu 100 Metern.
WLAN-Router werden häufig direkt vom Internetanbieter bereitgestellt, können aber auch separat erworben werden. Moderne Geräte übernehmen meist mehrere Aufgaben gleichzeitig – etwa als Modem oder für WLAN-Telefonie.
Prüfen Sie zunächst, ob eine lokale Störung in Ihrem Unternehmen oder eine regionale Beeinträchtigung beim Netzbetreiber vorliegt. Auch ein technisches Problem am Gerät selbst – etwa ein abgestürzter Router – kann die Ursache sein. In vielen Fällen hilft es, den Router neu zu starten. Besteht das Problem weiterhin, sollten Sie Ihren Internetanbieter kontaktieren.
Zur kurzfristigen Überbrückung lässt sich beispielsweise über ein Diensthandy ein WLAN-Hotspot einrichten. Die Internetverbindung erfolgt dann über das Mobilfunknetz, sodass Ihr Team vorübergehend weiterarbeiten kann.
Ist die Verbindung nur instabil oder deutlich langsamer als erwartet, kann es helfen, das WLAN-Signal zu verstärken, etwa durch den Einsatz eines Repeaters.
WLAN ist ein drahtloses Funknetz, bei dem Daten über verschiedene Frequenzen übertragen werden. Entscheidend für Reichweite, Stabilität und Geschwindigkeit sind dabei das genutzte Frequenzband, die Kanalwahl und die verfügbare Bandbreite.
Gängige WLAN-Netze arbeiten heute hauptsächlich in den Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz (neuere Standards zusätzlich im 6-GHz-Band). Während 2,4 GHz-Netze eine höhere Reichweite bieten und Wände besser durchdringen, ermöglichen 5 GHz-Frequenzen höhere Datenraten und ein stabileres Funknetz.
Die einzelnen Frequenzbereiche sind in Kanäle unterteilt, die wiederum eine bestimmte Bandbreite in MHz nutzen. Je breiter der Kanal, desto höher die theoretische Geschwindigkeit der Datenübertragung. In stark frequentierten Umgebungen kann es jedoch sinnvoll sein, schmalere Kanäle zu verwenden, um Überschneidungen mit benachbarten WLAN-Netzen zu vermeiden.
Die drahtlose Netzwerktechnologie ist international standardisiert. Bereits 1997 führte das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) den WLAN-Standard IEEE 802.11 ein, der seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Während mit den ersten Versionen lediglich Datenübertragungsraten von bis zu 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich waren, erreichen moderne Standards wie IEEE 802.11ax (Wi-Fi 6) heute theoretische Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 9600 Mbit/s.
Die Weiterentwicklungen des WLAN-Standards sorgen jedoch nicht nur für höhere Bandbreiten und schnellere Verbindungen. Sie erhöhen auch die Stabilität der Funkverbindung, verringern die Anfälligkeit für Störungen, ermöglichen größere Reichweiten bei gleichbleibend hoher Signalqualität und bieten zudem verbesserte Sicherheits- und Energiesparfunktionen.
Für eine flächendeckende drahtlose Versorgung kommt zunehmend Mesh-WLAN zum Einsatz. Wo herkömmliche Funknetzwerke aufgrund baulicher Gegebenheiten oder großer Flächen an ihre Grenzen stoßen, verhindert diese Technologie Funklöcher. Statt eines einzelnen Routers nutzen Mesh-Netzwerke mehrere miteinander verbundene Geräte, die gemeinsam für eine gleichmäßige und stabile Signalabdeckung sorgen.
Die Begriffe Wi-Fi und WLAN werden im Alltag häufig synonym verwendet, bezeichnen jedoch nicht exakt dasselbe.
Hinter Wi-Fi steht die Wi-Fi Alliance – eine internationale Organisation, die Geräte testet und zertifiziert, um die Kompatibilität und den reibungslosen Datenaustausch sicherzustellen. Trägt ein Gerät das Wi-Fi-Logo, erfüllt es die entsprechenden Standards.
International, insbesondere im englischsprachigen Raum, hat sich der Begriff Wi-Fi als Bezeichnung für drahtlose Netzwerke stärker etabliert. In Deutschland hingegen wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist von WLAN gesprochen.
Damit Ihre Internetverbindung per WLAN nicht nur stabil, sondern auch sicher ist, sollten Sie grundlegende Schutzmaßnahmen ergreifen. Die folgenden Punkte helfen dabei, die Cybersicherheit in Ihrem Unternehmen zu gewährleisten:
Weiterführende Informationen rund um das Thema Netzwerksicherheit finden Sie in unserem ausführlichen Magazinbeitrag.
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Im Gegensatz zu herkömmlichen WLANs, bei denen ein einzelner Router das Funksignal bereitstellt, nutzt Mesh-WLAN mehrere miteinander verbundene Router (Knoten). Diese erzeugen ein gemeinsames Funknetz und sorgen für eine lückenlose Abdeckung – auch in großen Gebäuden oder bei baulichen Hindernissen.
Ein WLAN-Router fungiert als sogenannter Wireless Access Point (WAP). Er empfängt Daten über den Internetanschluss, verarbeitet sie und überträgt sie drahtlos per Funk an die im WLAN verbundenen Endgeräte.
Ein WLAN-Hotspot stellt an einem bestimmten Ort eine drahtlose Internetverbindung bereit – etwa im Büro, zu Hause oder unterwegs. Häufig wird dafür ein Smartphone verwendet, das seine Internetverbindung über das Mobilfunknetz per WLAN mit anderen Geräten wie Laptops oder Tablets teilt. Ein Hotspot ist besonders praktisch, wenn die reguläre Internetverbindung vorübergehend gestört ist.
Die Begriffe Wi-Fi und WLAN werden meist synonym verwendet, bezeichnen aber nicht exakt dasselbe. Wi-Fi ist ein Markenname („Wireless Fidelity“) für WLAN-fähige Geräte, die von der Wi-Fi Alliance zertifiziert wurden. WLAN bezeichnet hingegen allgemein die drahtlose Funkverbindung im lokalen Netzwerk. International ist der Begriff Wi-Fi stärker verbreitet als WLAN.
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